image17

Schulbienen

Honigbienen

Honigbienen sind wahre Baumeister, sie stellen ihre Nahrung aus eigener Ernte her, sind fleißig und leben in einem perfekt organisierten Miteinander, in dem jeder Biene eine wichtige Aufgabe zukommt. Außerdem sind sie, durch das (Wild-) Bienensterben, politisch und gesellschaftlich in aller Munde. Spannendere Besucher konnten wir uns kaum vorstellen.


Bis zu den Sommerferien 2019 lebte ein Jungvolk aus rund 7.000 Bienen hinter unserer Sporthalle. Von der Standortwahl der Bienenbeute bis zur Fütterung übernahmen die Schülerinnen und Schüler alle Aufgaben damit sich unsere emsigen Gäste wohlfühlten. Unterstützt und angeleitet wurden sie vom Ganztagsteam der Henning-von-Tresckow-Grundschule. Die Bienen dankten es uns, indem sie sehr geduldig und friedlich fesselnde Einblicke in ihren Bienenstaat gewährten und wir hin und wieder etwas Honig kosten durften. 


Während der Sommerferien wurden die Bienen vom Imker wieder abgeholt. Im Frühjahr 2020 planen wir das Bienenprojekt zu wiederholen. 

Wildbienen

In Deutschland leben rund 550 verschiedene Wildbienenarten. Bei ihren Sammelflügen leisten sie wichtige Arbeit als Bestäuber. Eine Biene bestäubt zu bis zu 5.000 Blüten – pro Tag! Trotzdem stehen 50% der in Deutschland lebenden Wildbienen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. 7% gelten als verschollen oder ausgestorben. Die Henning-von-Tresckow-Grundschule Hannover engagiert sich seit einigen Jahren für den Schutz der Wildbienen, indem wir Lebensräume und Nisthilfen schaffen.

Die Bienen ziehen ein.

Das erlebt man nicht alle Tage. In einer knapp 1000g schweren Traube brachte der Imker unsere winzigen Gäste. Durch Schleier geschützt verfolgten die Schülerinnen und Schüler den Einzug der Bienen. Wer sich traute, durfte sogar kräftig mitarbeiten. 


"Und wie kommen die Bienen in die Beute?" Diese Frage, von einer Schülerin gestellt, schwirrte offenbar nicht nur den Kindern im Kopf herum. Die Betreuer schauten fasziniert und fragend zu Jan, dem Imker. 


In der Mitte der Traube befand sich ein kleiner Käfig, in dem die Bienenkönigin saß. Jan entfernte den Käfig und hängte ihn in die vorbereitete Beute. "Die Bienen folgen dem Duft der Königin und finden so in ihr neues Zuhause." Um den Weg zu ebnen wurde ein weißes Laken gespannt, auf das Jan die Bienen schüttete und klopfte. Emma half mutig mit. Sofort machten sich tausende Insekten krabbelnd auf den Weg zum Einflugloch. 


"Aber die Königin ist doch noch im Käfig gefangen." Die Lösung ist so simpel wie genial. Der Käfig wurde mit einem Futterpropfen versperrt und das Volk konnte ihre Königin einfach "freifressen".

image18

Bienenexkursionen

Nachdem das Bienenvolk eingezogen war, begann es sofort mit der Erkundung der Umgebung und dem Bau der Waben. Anfangs gaben wir unseren Bienen etwas "Starthilfe" und füllten Zuckerwasser in die Futtertasche. Nach ungefähr zwei Wochen entfernten wir die Futtertasche und die Insekten versorgten sich selbst.


Jede Woche besuchten zwei Klassen die Bienenbeute. Sie kontrollierten die Rähmchen und den Bau der Waben, suchten die Königin und bekamen tolle Einblicke in das Leben der Honigbienen. 


Bei diesen spannenden Exkursionen bekamen die Kinder wichtige Aufgaben, z.B. die Benutzung des Smokers, der uns mit den Bienen sicher arbeiten lies, das Entfernen der Beutendeckel, oder das Lösen der Rähmchen mit dem Stockmeißel. Wer sich traute, durfte auch ein Rähmchen halten. "Ganz schön schwer, so voll mit Bienen, Brut und Honig."

image19