Schulordnung

Schule als Lebensraum für Kinder, Eltern und Lehrer: 

In unserem „Lebensraum Schule“ sind die äußeren Rahmenbedingungen durch unsere Schulordnung festgelegt. Das betrifft zum Beispiel die Stundeneinteilung, die Ordnungsdienste, die Pausenregelungen und d die Regeln, die innerhalb des Unterrichts gelten.


Zu unserem „Lebensraum Schule“ gehören aber auch in hohem Maße unsere Regeln des Miteinanders, die wir im Folgenden versuchen wollen, zu beschreiben: 


Die Basis bildet der Gedanke, dass jeder Mensch auf persönlichen Kontakt, auf Wertschätzung und Akzeptanz angewiesen ist. Wir wollen uns gegenseitig achten – also anderen zuhören, sie ausreden lassen, keinen beschimpfen und Rücksicht auf einander nehmen. Anderen die Tür aufhalten und uns bei der ersten Begegnung begrüßen. Wir sind freundlich und nett zueinander. Wir tun uns gegenseitig nicht weh. Die Sachen der anderen Kinder rühren wir nicht an. Wenn wir etwas haben möchte, bitten wir darum. Dinge, die uns nicht an anderen gefallen, sagen wir demjenigen selber. Wir wünschen uns, dass die Großen die Kleinen mitspielen lassen und dass sie uns auch beim Lernen gegenseitig helfen. 


Wir wollen ohne Gewalt auskommen:
Keiner soll dem anderen wehtun, auch nicht mit Wörtern – auch Wörter können verletzen! 

Damit ich nicht hinfalle, müssen andere aufpassen. Nach der Pause wünsche ich mir, dass keiner an der Tür drängelt. 


Wir wollen Schwächeren helfen:
Also im Unterricht nicht über andere lachen, sondern stattdessen anderen in Ruhe erklären, was wir selbst verstanden haben. Wir trösten andere, helfen uns gegenseitig und passen auf, dass keiner alleine ist. 


Wir wollen Sorge für die Umwelt tragen:
Wir trennen unseren Müll und achten darauf, Müll zu vermeiden. Unser Frühstück ist in einer Brotdose und die Getränke kaufen wir in Pfandflaschen.
Wir beschränken unseren Verbrauch von Strom und Wasser auf das Nötigste.
Wir wollen in einer intakten und sauberen Schule arbeiten. Deshalb gehen wir sorgsam mit dem Gebäude, den Möbeln unseren Spielen und den Unterrichtsmaterialien um.
Wir werfen unseren eigenen Müll in die Abfalleimer und heben auch fremden Müll auf. 

Die Toiletten hinterlassen wir so, wie wir sie auch vorfinden möchten.


Schüler, Lehrer und Eltern besprechen unsere Vorhaben und unsere Probleme.
Wir wollen unsere Verabredungen hüten und schützen. Wer am lautesten redet, hat nicht immer Recht. 

  

Unsere Verabredungen: 

 Während der Pause...

  • frühstücken wir gemeinsam im Klassenraum. 
  • entscheide ich mit meiner Lehrerin, ob ich draußen toben oder leise in der Klasse spielen möchte. In einer der beiden Pausen muss ich auf den Schulhof gehen.

    Drinnen 
  • Ich spiele leise, male oder lese im Klassenraum.
    Wenn ich doch Bewegung brauche, gehe ich nach draußen.
    Den Aufenthalt im Musikraum, in der Bücherei und in der Turnhalle regelt ein Plan.

    Draußen 
  • Auf dem Schulhof darf ich rennen und toben oder laut vom Berg runter schreien.
    Wenn ich mich dafür entschieden habe auf dem Schulhof zu spielen, dann bleibe ich auch dort. Ich bleibe auf dem Schulgelände (auf dem Wall ist der Kamm die Grenze) und gehe nicht in das Schulgebäude zurück. 
  • Aus der Spieleausgabe bekomme ich Spielsachen geliehen, die ich nach der Pause wieder abgeben muss. Ich gehe sorgsam mit den Spielsachen um. 
  • Die Geräte auf dem Schulhof benutzen wir abwechselnd. Wenn zum Beispiel auch andere Kinder schaukeln wollen, zählen wir bis 30 und geben dann ab.
    Ein freiwilliges Kind könnte dabei helfen. 
  • Bei schönem Wetter kann ich auf dem Fußballplatz (Boker) Fußball spielen, bei schlechtem Wetter auf dem Parkplatz. Wir spielen alle zusammen mit einem Ball. Ein Kind ist unser Schiedsrichter. Die Entscheidung des Schiedsrichters gilt. Ich tröste den Verlierer! 
  • Wenn Schnee liegt, darf ich auf dem Boker Schneebälle werfen. 


Pausenende 

Wenn ich den Gong höre, oder sehe, dass die anderen Kinder rein gehen, gehe ich auch. Ich ziehe unten meine Schuhe aus und gehe in meinen Klassenraum.
In der Klasse trinke ich etwas und setze mich dann hin, um weiter zu arbeiten. 

  

Unterrichtszeiten: 

08.00 bis 08.15 Uhr: offener Anfang

08.15 bis 09.00 Uhr: 1. Stunde

09.05 bis 09.55 Uhr: 2. Stunde einschließlich Frühstück

09.55 bis 10.20 Uhr: Pause

10.20 bis 11.05 Uhr: 3. Stunde

11.05 bis 11.50 Uhr: 4. Stunde

11.50 bis 12.10 Uhr: Pause

12.10 bis 12.55 Uhr: 5. Stunde

13.00 bis 13.45 Uhr: 6. Stunde
 

Im Unterricht

  • Ich halte mich an die verabredeten Zeichen. 
  • Ich höre im Unterricht zu und lasse andere ausreden. 
  • Ich passe im Unterricht auf. 
  • Ich mache im Unterricht mit. 
  • Ich bin im Unterricht leise, um andere Kinder nicht zu stören. 
  • Wenn es nötig ist helfe ich meinen Mitschülern und Mitschülerinnen. 
  • Ich muss mich darum bemühen, mit allen Kindern gut zusammen zu arbeiten. 
  • Wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin, suche ich mir etwas von der Freiarbeit aus, nehme mir ein Buch oder male etwas. 
  • Während der Einzelarbeit darf ich im Unterricht trinken. 
  • Wenn unbedingt nötig, darf ich während der Einzelarbeit zur Toilette gehen (die Ampel regelt das) 

  

Vor und nach dem Unterricht 

  • Wenn ich in die Schule komme, wechsele ich meine Schuhe. (Hausschuhe drinnen – Straßenschuhe draußen) 
  • Unsere Schule ist ab 7.30 Uhr geöffnet. Wir warten im Eingangsbereich oder auf dem Schulhof, bis Herr Ripke die Ampel von rot auf grün dreht. Der Unterricht beginnt nach einer offenen Eingangsphase um 8.15 Uhr. 
  • Im Gebäude gehe ich.
    Ich rede in Zimmerlautstärke. 
  • In der Klasse beschäftige ich mich z.B. leise mit den Spie len aus der Bauecke, lese etwas, mache die Aufgabe der Woche oder nehme mir Material vom Freiarbeitstisch. Ich kann auch an meinem Wochenplan arbeiten oder noch ein bisschen träumen. 
  • Bevor ich nach Hause gehe, denke ich daran die Hausaufgaben aufzuschreiben, meinen Platz aufzuräumen und evtl. den Ordnungsdienst zu machen. Ich stelle meine Hausschuhe auf die Puschenbank.